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Ausgewählter Beitrag
VERTRAUEN...?
***
VERTRAUEN... auf wen ? und warum?
*
Habe gerade dazu einen Spruch gefunden:
"Ein Blitzableiter auf einem Kirchturm ist das denkbar stärste Mißtrauen gegen den lieben Gott!"
>>> Karl Kraus
___________________________________________________________
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Aber mal ganz ehrlich, Vertrauen zu haben ist eine schwere Übung... wie oft sind wir enttäuscht worden, weil wir "blauäugig" jemandem vertraut haben.
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Menschen zu vertrauen ist also nicht leicht.
Einer übergeordneten Macht (wie auch immer die für den Einzelnen aussehen mag) ist auch so ein Sache. Wieviele Stoßgebte sind gen Himmel gegangen, und wie oft wurden sie erhört?
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So stehe ich wieder am Anfang -- Vertrauen... aber wem?
*
Ein schöner Beginn wäre, wenn man sich selber traut. Sich also zutraut die richtigen Entscheidungen zu treffen. Sich selber insofern vertraut, das man auf sein Bauchgefühl/Instinkt hört.
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Aber schon da haben wir oft unsere Schwierigkeiten... der erst Gedanke...??? und dann drehen und wenden wir den -- und der Kopf sagt NEIN! ... Wir handeln also rational.! Ob das aber immer für uns so richtig ist ?
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Ich kann nur für mich sprechen... meine ersten Gedanken und Empfindungen sind eigentlich immer RICHTIG! Jedesmal wenn ich rein rational eine andere Entscheidung getroffen habe, stellte es sich später als Fehler für mich heraus.
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So habe ich vor vielen Jahren ganz bewußt anstehende Entscheidungen nicht mehr mit dem Kopf, sondern aus meinem Bauchgefühl heraus getroffen. Und nicht zu vergessen, die Entscheidungen, die wir mit unserem Herzen treffen.
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Ich rede nicht von gefühlsduselig oder irgendwelchen abgehobenen Spinntisierereien, nein ich meine ein ganz einfaches und ehrliches mit sich selber umgehen.
***
Mit den Menschen... ich gebs ja zu... habe ich oft so meine Probleme. Da bin ich eher sehr mißtrauisch und überlege hin und her... (leider in dieser Richtung durch die Erziehung sehr bestärkt worden).
Doch auch da lerne ich, nicht ALLE Menschen sind schlecht. Nicht ALLE Menschen wollen nur ihre Vorteile aus mir ziehen... oder wollen mir Übeles zufügen.
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Ich lerne jeden Tag dazu, muß erkennen, das so, wie ich auf die Menschen zugehe, so werden sie mich dann auch behandeln! Außerdem hat das auch was mit MUT zu tun... einfach mal nett und freundlich sein...
***
Schwere, schwierige Situationen --- daran kann man verzweifeln, indem man mit dem Allerschlimmsten rechnet und sich verrückt macht --- oder man kann ruhig bleiben, abwarten, versuchen es positiv zu sehen und sich zu sagen: " Das wird schon! Alles wird sich so entwickeln, das es gut für mich ist!"
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Ich sehe Euch schon lächeln, denn Ihr werdet mich vielleicht für NAIV halten.(das wäre übrigens nicht das Schlechteste... )
Indem wir aber GUTES erwarten... werden wir das auch in die Zukunft projezieren... da gibt es ellenlange Abhandlungen drüber, die kennt jeder.
***
Schwer zu erklären , das merke ich gerade, ...?
Will sagen, ich vertraue mir selber. Ich vertraue inzwischen auch auf die Macht der Gedanken und ich vertraue darauf, das mein Leben gut für mich läuft.
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GUT heißt nicht unbedingt leicht und ohne Sorgen, die gehören dazu, was zählt ist aber die Bilanz... und die wird für mich auch jeden Fall stimmen.
***
Jetzt wird der eine oder andere Lesende vielleicht einwenden, "Schlimme Krankheiten, was soll daran denn POSITIV sein?"--- Ja, das ist für mich auch nicht zu beantworten.
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Kann nur ein Beispiel bringen, ich selber hatte vor einigen Jahren eine schwere Gehirnhautentzündung und wäre fast daran gestorben. (Einzelheiten sind hier nicht wichtig). Es hat sehr, sehr lange gedauert, bis ich mich davon und von der Behandlung wieder erholt habe. Es war eine wirklich schwere Zeit für uns...
*
Aber im Nachhinein, habe ich durch diese schwere Kriese vieles gelernt für mich. Lebe viel bewußter und noch viel freier als vorher. Habe Zusammenhänge erkannt, die ich vielleicht sonst nicht sehen/wissen würde...?
Wer weiß...? Schwere Frage --- ich sehe das schon...
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Ich muß nun aufhören, das führt zu weit...
Habt Ihr VERTRAUEN?
____________________________________________liebe Grüße, Petra____
follygirl 05.07.2010, 07.16
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Kommentare zu diesem Beitrag
Yupp. Ich habe Vertrauen. Zu den Menschen, die mich lieben und zu mir selbst.
Mir gefällt allerdings obiger Spruch nicht sonderlich gut. Wer einen Blitzableiter auf einer Kirche anbringt, vertraut auf die Physik - und auch die ist ein Werk des Großen Weltengeistes. ;-)
vom 05.07.2010, 23.59
Mir gefällt der Spruch so richtig gut, denn er ist absolut treffend... und ich finde ihn auch wtzig... i
(ich persönlich habe keinen Blitzableiter auf dem Hause und vertraue mal...)
aber über Geschmack/Humor kann man nicht streiten.
Liebe Grüße, Petra
Guten Abend, liebe Petra,
ja! unbedingt ..und ich lass mich auch gern naiv nennen. Für übertriebenes Mißtrauen ist mir das Leben zu kurz - und ich geh auch möglichst nach meinem ersten Eindruck und Bauchgefühl. Das ist mir auch heute wieder bewußt geworden.
Meine Mutter hat im Zusammenhang mit ihrer Erkrankung seinerzeit in etwa dasselbe gesagt, wie du jetzt in diesem Eintrag - ich denke, ich kann nachvollziehen, was du meinst ..ein sehr interessantes Thema, über das man lange schreiben kann ..
Hab einen schönen Abend,
liebe Grüsse zu dir :)
Ocean
vom 05.07.2010, 21.42
Der Satz, ist echt klasse "...für übertriebenes Mißtrauen ist mein Leben zu kurz", den werde ich mir merken!
Ja, das Thema konnte ich nur anreißen, es ist zu umfangreich..aber immer wieder spannend!.
Dir einen lieben Gruß undf eine gute Woche...ohne zuviel Streß...Petra
Hallo Petra,
ich konnte dieses Jahr sehr viel postve Erfahrungen machen im Zutrauen auf meine eigenen Fähigkeiten. Dafür bin ich sehr dankbar. Klar hat sich manches nicht so entwickelt wie von mir gewünscht, erhofft oder erwartet. Doch wer weis wozu es gut war/ist. Ich gebe zu, ich bin vorsichtiger geworden bei manchen Entscheidungen, gehe manches nicht mehr so unbekümmert an. Meine Interessen stelle ich nicht mehr hinten an - zu Gunsten anderer Menschen.
Liebe Grüße
Helmut
vom 05.07.2010, 17.39
Was Du schreibst ist alles sehr richtig. Kann ich nur zustimmen. Und ich finde es sehr gut, wenn man auch an sich selber denkt!
Ich bin auch vorsichtig und überlege ... doch ich habe wirklich immer wieder gesehen, das es schon alles so kommt, wie es sein soll...
Wünsche Dir eine gute Restwoche...liebe Grüße, Petra
Ja liebe Petra schwere Kost bei der Wärme..
Ich gehe fast immer auf mein Bauchgefühl. Und fast immer liege ich damit richtig.
Menschen die immer alles so drehen wie es ihnen passt..Und alles oft umdrehen was sie mal gesagt haben,
diesen Menschen werde ich niemals mein Vertrauen wirklich schenken.
Liebe Grüsse
Elke
vom 05.07.2010, 17.05
Ja, die Wahrhaftigkeit..für mich sehr wichtig. Ich hasse es, wenn Leute nicht zu dem stehen, was sie sagen...
Liebe Grüße, Petra
Das mit dem Bauchgefühl ist bei mir genauso, es ist meistens richtig. Leider denke ich doch manchmal darüber nach und versuche “vernünftig“ zu handeln. Das ist oft ein Fehler wie ich dann im Nachhinein merke. Wenn ich Jemanden auf Anhieb nicht mag und dann doch denke, ich habe mich geirrt, muss ich nach einiger Zeit feststellen, dass mein erstes Gefühl völlig richtig war.
Mir kann ich vertrauen, aber bei anderen Menschen tue ich es eher selten. Zu oft bin ich enttäuscht worden. Worte die heute gesagt worden sind, sind morgen nicht mehr wahr. So ein Verhalten werde ich nie akzeptieren können. Und Leute die so handeln, auf die will ich mich nicht verlassen. Da ist das Vertrauen dahin. Leider erlebe ich es immer wieder und es scheint fast Mode zu sein, sich nicht festlegen zu wollen. Ganz nach dem Motto: “Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“.
Ich glaube inzwischen nur noch was ich auch sehe, denn der Schaden durch zu blindes Vertrauen kann manchmal sehr groß sein.
Liebe Grüße
Eva
vom 05.07.2010, 16.53
Das fällt mir auch immer mehr auf... keine feste Stellung beziehen... nicht zuverlässig sein... eben für mich dadurch nicht vertrauenswürdig. Da habe ich auch meine Schwierighkeiten mit...
Liebe Grüße, Petra
Liebe Petra,
uff - schwere Kost bei dieser Wärme. Das mit dem Vertrauen ist so eine Sache. Auf der einen Seite wünschen wir uns, daß man uns vertraut - wir aber sind skeptisch.
Jeder von uns hat im Laufe der Zeit unliebsame Erfahrungen gemacht. Haben viel Lehgeld zahlen müssen. Diese Erfahrungen prägen unser Leben. Je älter man wird, desto vorsichtiger wird man. Und man schließt sich auch schlechter an. Im Hinterkopf lauert immer die Angst, wieder enttäuscht zu werden.
Es ist sehr wichtig, daß man sich selbst vertraut. Daß man sich auf sich selbst verlassn kann. Daß einmal gefaßte Entschlüsse nicht laufend wieder umgewworfen werden, man nicht wankelmütig ist oder wird. Erst wenn ich sagen kann: Ich vertraue mir - ich vertraue auf meine Menschenkenntnis, auf mein Bauchgefühl - dann kann ich dem Ränkespiel des Lebens begegnen und einigermaßen bestehen. Das große Vertrauen unserer Kindheit geht leider viel zu schnell verloren.
Mein Vater, ein sehr weiser Mann, wie ich heute weiß, pflegte zu sagen:
"...lerne Menschen kennen, denn sie sind veränderlich. Die dich heute Freunde nennen, sprechen morgen über dich!" Als ich den Sinn dieses Zitates für mich realisiert habe, bin ich noch vorsichtiger geworden. Und ich glaube, ich bin gut gefahren - erst einmal ein gesundes Mißtrauen an den Tag zu legen.
Ich wünsche Dir eine angenehme Woche
Irmi
vom 05.07.2010, 13.16
Leider werden wir wohl alle nicht verschont und werden immer wieder enttäuscht. Ich kann Dich da gut verstehen.
Aber... es ist doch schade, wenn man immer "die Angst schon im Hinterkopf" mit sich trägt... das kostet Kraft und Lebensqualität würde ich meinen.
Ich weiß, es ist wirklich schwer und leider kann man diese große Thema nicht in wenigen Sätzen abhandeln....
Liebe Grüße, Petra
Liebe Petra,
mit dem Vertrauen ist das wirklich eine heikle Sache. Wenn ich ganz ehrlich bin, muß ich sagen das ich kaum jemandem wirklich vertraue. Ich zweifle und hinterfrage leider sehr vieles. Natürlich ist das nicht ohne Grund so. Wir sind ja alle von unseren gemachten Erfahrungen geprägt und einige wenige Gute wiegen (zumindest bei mir) die Üblen nicht auf. Ich bin irgendwie ständig in "hab acht" Stellung. Ist nicht immer sinnvoll, hat mich aber auch schon vor mancher Enttäuschung bewahrt.
Sei ganz herzlich gegrüßt und hab wunderschöne Zeiten !
Carol
vom 05.07.2010, 08.20
Kann ich gut verstehen und es geht mir selbst auch oft so... doch das kostet viel Kraft und irgendwann habe ich gedacht...das ist nicht richtig für mich.
Ganz abschütteln kann ich auch noch nicht mein Mißtrauen... aber ich arbeite dran.
Sicher schlechte Erfahrungen, speziell mit Menschen haben wir wohl alle machen müssen... und ich kann eigentlich nicht so recht mitreden, denn ich lebe sehr zurückgezogen.
Liebe Grüße und ich wünsche Dir eine gute Woche, Petra
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Gottvertrauen
Wie kann ich es schaffen zu vertrauen,
wenn Angst mich gefangen hält?
Wie kann ich es schaffen zu vertrauen,
wenn Dunkelheit meine Seele quält?
Wie kann ich es schaffen zu vertrauen,
wenn mir jegliche Hoffnung fehlt?
NUR
indem ich erkenne,
dass ich es nicht schaffen kann!
Mit dieser Erkenntnis
fängt das Vertrauen schon an,
denn dadurch öffnet sich
in Demut meine Herzenstür.
NUN
kann ich Seine Botschaft hören
tief in mir:
ICH BIN SCHON DA,
bevor du nach mir fragst.
ICH BIN SCHON DA,
auch wenn du jetzt noch weinend klagst.
ICH BIN SCHON DA,
selbst wenn du hoffnungslos verzagst.
ICH BIN SCHON DA!
Beate Neufeld
26.06.08
vom 06.07.2010, 16.35
Da kann ich nur DANKE sagen!
Ein wirklich guter Text von Dir!
Liebe Grüße, Petra