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Ausgewählter Beitrag
Damals & Heute - 1-
Auto und Verkehr
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Ich erinnnere mich noch, das wir, als ich ein Kind war, alle Wege zu Fuß gemacht haben. Mir taten sehr oft die Füße weh, aber das hat damals nicht so wirklich interessiert. War aber auch ganz schön, denn wir hatten irgendwie noch die Zeit dazu...
Mit der Mutter gings immer zu Fuß los, ob in die Stadt, auf den Markt, zum Einkaufen oder zum Schloßplatz zu Oma und Opa.
Einmal fuhr mir ein rücksichtsloser (Mercedes)Fahrer auf dem Fußgängerüberweg über meinen Fuß. Das habe ich irgendwie nicht vergessen. (Die Marke mag ich bis heute nicht.)
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Mit dem Vater ging es zwar auch oft zu Fuß los, aber er nahm mich auch auf dem Rad mit. Vorne am Lecker war ein kleiner Metallsitz, die Füsse mußte ich auf die Stützen stellen. "Paß bloß auf, das du nicht in die Speichen damit kommst!"
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Da wir kein eigenes Auto hatten, lieh mein Vater sich einmal einen Wagen aus.

Auf dem Bild oben zu sehen...
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Damit fuhren wir dann in den Urlaub. Komisch, als Kind fuhren wir immer in den Urlaub...Unterwegs wurden die Autos gezählt, mir war dabei aber meistens langweilig...irgendwie dauerten die Fahrten ewig.
Als erwachsener Mensch habe ich noch nie einen Urlaub gemacht, geschweige denn, das ich irgendwo hätte hinfahren wollen.
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Als ich dann etwas älter war, vielleicht 6 Jahre, bekamen wir unseren ersten eigenen Wagen, einen Opel Kapitain, eine erbsgrünes großes Ding mit viel Chrom und geschwungenen Formen. Damit ging es auch wieder fleißig in den Urlaub, in die Berge, an die See... und Sonntags fuhr Vater mit Oma und Opa, seinen Eltern, immer raus, ins Grüne...
Oft war ich dabei, manchmal auch nicht ganz freiwillig. Da machten wir immer ein Picknick und die Oma hatte jede Menge Süßes dabei...
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Fazinierend waren die Erzählungen meiner anderen Oma, die noch von den Pferdewagen und Kutschen in der Stadt erzählte. Sie war 1906 geboren, und als sie jung war, gehörten sie noch ganz selbstverständlich ins Stadtbild. Sie erzählte, das es noch sehr wenige Autos gab... konnte ich mir damals schon kaum noch vorstellen.
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Das spannenste für mich war, wenn die großen Kaltblüter der "Germania Brauerei" das Bier auslieferten. Riesige Pferde, die mit einer stoischen Ruhe den schweren Wagen zogen, sie warteten still bis es wieder los ging. Man konnte mich nicht davon abhalten,(ich war ca 2-3-Jahre alt) zwischen diesen sanften Riesen herumzukrabbeln... Meine Mutter stand dabei wohl Ängste genug aus, passiert ist aber nie etwas.
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Auch als ich dann volljährig war, hatte ich kein eigenes Auto. Das Geld für den Führerschein hatte ich nicht, war ja noch in der Lehre und bekam 110 DM im Monat. Dafür wohnte ich aber schon ganz früh nicht mehr zu Hause, hatte meine eigene Wohnug. > Freiheit!< Auch ganz schön. Außerdem brauchten wir in einer Stadt wie Münster keinen eigenen Wagen.

ca 1978 --- Radfahrer....
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Ich habe erst mit ca 30 Jahren einen Führerschein gemacht. Der beste aller Ehemänner hat ihn nie gemacht, er hat schlechte Augen...und keine Lust dazu ...
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So kann ich sagen, ich stehe schon immer dem Auto mehr als kritisch gegegnüber, von Flügen sonstwohin will ich da gar nicht erst anfangen...
Heute allerdings bin ich froh, meinen kleinen gelben Wagen zu haben, wohnen wir doch sehr weit draußen. Das würde ich heute nicht mehr ohne schaffen...
Kein Statussymbol, aber praktisch, robust und langlebig...
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Der Weg zum Job, (ca 35 Km hin und her mit dem Auto), aber trotzdem sitzen wir jeden Tag noch mehr als 1,5 Stunden auf dem Rad... Schaden wird es uns wohl nicht, ich würde sagen, das hat uns so einige Krankheiten und Wehwehchen erspart.
Unsere Räder---2009
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Eine schöne Erinnerung sind die leeren Straßen 1973 am autofreien Sonntag. Ich erinnere mich noch gut daran. Wir standen auf einer Brücke, die über die Umgehungsstraße führte---und es war kein einziger Wagen zu sehen. Herrlich...Mit den Rädern mitten auf den Straßen gefahren...
--------------------------------------------------------------Petra-------------
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Alle anderen Beiträge zu diesem Thema kann man >>>HIER finden.
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Ich möchte mich für diese schöne Idee recht herzlich bei Elke Zedlitz bedanken und ich bin schon auf die anderen Geschichten sehr gespannt!
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follygirl 27.09.2009, 18.54 TB | PL | einsortiert in: Damals und Heute | Tags: Erinnerungen
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Kommentare zu diesem Beitrag
ich finds gut, wenn man nicht alles mit dem Auto fahren muss, aber heute würde ich trotzdem jedem raten, den Führerschein zu machen. Aber das richtige Maß zu finden, ist schon eine Kunst.
In Münster kann man halt auch gut Radfahren, das macht schon auch viel aus.
Schöne Erinnerungen,
Gruß, Tine
vom 18.10.2009, 14.59
Ich Danke Dir!
Ja, ich leben jetzt weit draußen im Land "Far-Far-Away", da komme ich ohne Auto auch nicht mehr aus...
Aber grundsätzlich sollte man doch schon mal öfter Radfahren, wenns geht...
LG, Petra
Huhu liebe Petra,
ein sehr interessanter schöner Beitrag von dir .. und klasse, die Aufnahmen, die du dazu eingestellt hast!
Ich hab mit genau 30 den Führerschein gemacht :)
deswegen so spät, weil meine Eltern total autofeindlich sind - ich durfte nichtmal mit anderen mitfahren - daher hatte ich da einfach diverse (Angst-)Probleme entwickelt ..
muss zugeben, daß ich inzwischen sehr gern fahre und niemals mehr den Schein zurückgeben würde *g* - ein Stück Freiheit, das ich lange nicht hatte. Und für unseren vollgepackten Tagesablauf organisatorisch unabdinglich - deswegen hab ich mich auch dazu durchgerungen.
Die Urlaubsreisen als Kind - wurden mit dem Zug gemacht. Bzw. Bus, oder Taxi (mochte ich ja gar nicht ..) ..
später dann mit Freundinnen InterRail und so etwas .. und seit ich mit meinem Mann zusammen bin, immer mit dem Auto.
Nun les ich mal weiter bei dir :) :)
vom 28.09.2009, 14.38
Das ist ja witzig, daß Du auch so spät erst einen Fühererschein gemacht hast.
Ich könnte heute auch nicht mehr ohne. Stehe aber dem vielen Verkehr kritisch gegenüber. Ich verbinde möglichst mehrere Dinge und fahre eigentlich nie ohne zwingenden Grund durch die Gegend...
Ich fahre z. B. nie Autobahn, da bekomme ich echte Panikattacken...Ist für mich ganz schrecklich.
LG, Petra
Hallo liebe Petra, vielen Dank für Deine Erinnerungen. Ich hatte beim Lesen Deines Beitrags viele Deja-vus. :-)
Die Verlinkung ist auch erfolgt.
Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche!
Liebe Grüße!
Elke
vom 28.09.2009, 09.37
Ich Danke Dir!
LG zurück! Petra
Hallo Petra,
das ist wirklich ein sehr schöner Erlebnisbericht. An die Autofreien Sonntage anfang der 70iger in Deutschland kann ich mich noch erinnern, denn wir sind ziemlich zum Schluss davon nach Deutschland auf Besuch geflogen und mussten die Ankunft so planen, dass wir während der Woche ankamen.
Scheinbar lebt Deine Schwester nicht mehr in Amerika. Viele Autos sind hier nicht mehr so groß wie in früheren Jahren und daher etwas sparsamer im Verbrauch. Auf den hiesigen langen Strecken bevorzugt man einen größeren Wagen. Vor allem, wenn die Familie größer ist.
LG KH.
vom 27.09.2009, 22.22
Ich Danke Dir für Deinen Kommentar!
Ich kann es mir denken, das bei den Entfernungen, ein etwas größerer Wagen besser ist. Ich kann mir das große Land ja gar nicht richtig vorstellen...
LG, Petra
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